Zusatzleistungen

Sinnvolle Zusatzleistungen unterstützen die orthopädische Diagnostik und Behandlung und verbinden Erkenntnisse aus der aktuellen Medizin mit den Erfahrungen angrenzender Fachgebiete und Disziplinen.

Bei den von uns angebotenen Zusatzleistungen wurden gute Wirksamkeiten nachgewiesen, sodass es sich hierbei um etablierte und empfehlenswerte Verfahren handelt.

Eine Kostenübernahme ist im Gegensatz zur privaten Krankenversicherung durch die gesetzliche Krankenversicherung meistens nicht möglich. Die Kosten richten sich nach der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ).

Knochendichtemessung (DXA): Die Osteoporose ist eine Krankheit des Gesamtskeletts, die sich durch eine niedrige Knochenmasse und eine Beeinträchtigung der Mikroarchitektur des Knochengewebes auszeichnet, welche zu einer erhöhten Knochenbrüchigkeit und einem erhöhten Frakturrisiko führt.

In Deutschland muss bei jeder 4. Frau über 50 Jahren von einer Osteoporose ausgegangen werden, insgesamt spricht man von etwa 6.000.000 Osteoporosepatienten. Ca. 2.000.000 Frauen und etwa 800.000 Männer leiden unter osteoporotischen Knochenbrüchen. Annähernd 90% aller Wirbelkörper- und Schenkelhalsbrüche sind osteoporotische Brüche mit dann erheblichen Folgen für die Betroffenen.

Die im Konsens beschlossenen Leitlinien zur Diagnostik und Behandlung der Osteoporose sieht die Knochendichtemessung mittels DXA (DEXA – Dual-X-ray-Absorptiometrie), nicht zuletzt aufgrund ihrer geringen Strahlenbelastung (insgesamt 0,01 – 0,05 mSv, das entspricht etwa der Menge, die in 4 Tagen aus der natürlichen Strahlenbelastung aus der Umgebung entsteht) in Kombination mit einer entsprechenden Erhebung der Krankenvorgeschichte als Methode der Wahl zum Nachweis einer Minderung der Knochendichte. Hierfür wird die Knochendichte von 4 Wirbelkörper, von denen mindestens zwei zur Auswertung gemittelt werden müssen, und des Schenkelhals gemessen.

Wenn Sie ihre Knochendichte bestimmen lassen wollen oder dies von Ihrem Arzt empfohlen wurde, sind wir bemüht, Ihnen einen zeitnahen Termin hierfür einzuräumen.

Hyaluronsäure: Unter Arthrose versteht man die typische Abnutzungs- und Verschleißerscheinungen der Gelenke, die eine natürliche Folge unseres Alterungsprozesses ist.

Im Röntgenbild kann man bei annähernd 70% der über 65-Jährigen Zeichen einer Arthrose feststellen, diese müssen aber nicht zwangsläufig zu Beschwerden führen.

Die meisten Gelenke des Menschen sind Synovialgelenke, bei denen eine Gelenkkapsel, die innen mit einer Art Schleimhaut, der sogenannten Synovialmembran, ausgekleidet ist, den Raum um die Gelenkflächen umschließt.

Die Synovialmembran gibt die Synovialflüssigkeit, oder auch „Gelenkschmiere“, in das Gelenk ab.

Die Synovialflüssigkeit ist die einzige Ernährungsquelle für den Knorpel und nur eine gute Ernährungssituation sichert dessen ausreichende Elastizität und Widerstandsfähigkeit gegenüber Abrieb und damit Verschleiß. Ein wichtiger Bestandteil der Synovialflüssigkeit ist die Hyaluronsäure, die der Synovialflüssigkeit verschiedene wichtige Eigenschaften verleiht.

Bei einer Arthrose aber unterliegt die Synovialflüssigkeit entscheidenden Veränderungen, wodurch Schmierung und Stoßdämpfung nicht mehr ausreichend sind und die Filterfunktion so herabgesetzt wird, dass Entzündungszellen in den Gelenkraum eindringen können. Hierdurch ist die Knorpeloberfläche nicht mehr ausreichend vor Verschleiß geschützt.

Je nach Gelenk und Arthrosegrad werden daher drei bis fünf Injektionen im Abstand von jeweils einer Woche mit Hyaluronsäure durchgeführt. In der Regel werden Sie einen Rückgang der Schmerzen und eine Zunahme der Beweglichkeit feststellen, wobei dieser Effekt ca. 6 – 12 Monate anhalten soll, oft aber auch deutlich länger.

Falls notwendig, kann die Injektionsserie dann beliebig oft wiederholt werden.

Pulsierende Signaltherapie (PST) – Orthopädische TRIGON Signal Therapie: Bestimmte bioelektrische Signale können die Selbstheilungskräfte des Körpers anregen und körpereigene Prozesse zur Regeneration von Knorpelgewebe aktivieren.
Die Orthopädische TRIGON Signal Therapie ist eine Form der Therapie mit pulsierenden elektromagnetischen Feldern, darf aber nicht mit der herkömmlichen pulsierenden Magnetfeldtherapie verwechselt werden, da bei dem von uns eingesetzten Verfahren, sowohl in Frequenz, Kurvenform und Abfolge als auch in der Feldstärke differenzierte Signale angewendet werden.

In der Regel vereinbaren wir eine intensive Anwendung über 2 x 5 Tage hintereinander für jeweils ca. 30 Minuten, wobei der Heilungsprozess bereits zum Ende der Behandlung einsetzt und das Maximum an Wirkung 4 – 8 Wochen nach Beendigung der Therapie erreicht. Die Behandlung ist völlig schmerzfrei und Nebenwirkungen sind bislang nicht bekannt.
Nicht behandelt werden dürfen Patienten mit Herzschrittmacher, implantiertem Defibrillator, mit bösartigen Geschwulsterkrankungen und schwangere Frauen.

Das Einsatzgebiet umfasst:

  • Rücken- / Wirbelsäulenbeschwerden
  • Gelenkarthrosen
  • Gelenkschmerzen nach Verletzungen
  • Rheumatisch entzündliche Gelenkerkrankungen
  • Sehnenerkrankungen / Sehnenansatzreizungen
  • Akute Verletzungen der Gelenke und Weichteile
  • Heilungsstörungen nach Knochenbrüchen

Stoßwellentherapie –ESWT: Stosswellen übertragen hohe Energien über die Hautoberfläche in das Gewebe wodurch die körpereigenen Selbstheilungskräfte in den Schmerzzonen aktiviert werden, die Stoffwechselaktivität dank stärkerer Durchblutung und der Bildung von Blutgefäßen erhöht wird und der Heilungsprozess durch Zellregeneration angeregt und beschleunigt wird.
Die Anwendung setzt allerdings eine gewisse Erfahrung sowohl bei der Erhebung der Befunde und der Indikationsstellung als auch bei der Durchführung voraus.

Die ambulante Behandlung erfolgt in der Regel 3 – 5 mal im Intervall von einer Woche in Zusammenarbeit mit der orthopädischen Praxis Dr. Th. Wüst, Ludwigsburg, ist schnell (nur wenige Minuten), schonend und, unter Beachtung der Kontraindikationen, sicher.

Zur Anwendung kommen Stoßwellen z.B. bei

  • Sehnenansatzerkrankungen

Schmerzhafte Reizungen der Sehnenansätze durch Über- oder Fehlbelastung oder degenerative Prozesse

  • Schmerzhafte Triggerpunkte

Akute und chronische Schmerzen, z.B. im Rücken-, Schulter- und Nackenbereich, durch dauerhaft verkürzte und verdickte Muskelabschnitte.

  • Akupunkturpunkte
  • Schmerztherapie durch Behandlung von Akupunkturpunkten

Kinesio-Tape: In den 1980er Jahren sorgten „bunte Pflaster“ an Muskulatur und Gelenken bei asiatischen Sportlern für weltweites Aufsehen.
Hierbei handelt es sich um elastische Tapes, die seither nicht nur in der Sportwelt, sondern auch in verschiedenen medizinischen Fachdisziplinen und in der Physiotherapie als unterstützende Therapie Einzug gehalten haben.

Ursprünglich entwickelt wurde diese Therapiemethode in Japan durch den Chiropraktiker Kenzo Kase Anfang der 1970er Jahre, der negative Auswirkungen durch klassische chirotherapeutische Behandlungen mittels sanfterer Behandlungen vermeiden wollte. Mittlerweile erfolgte insbesondere in Europa eine ständige Weiterentwicklung und Modifikation dieser Methode durch die bis zum heutigen Zeitpunkt gewonnen Erfahrungswerte.

Die schmerzreduzierende sowie Gelenk- und Muskelfunktion unterstützende Wirkungsweise erklärt sich durch eine über die Haut vermittelte Reizung der Mechanorezeptoren (spezielle Nervenendigungen und „Messfühler“ zur Erfassung von Muskel- und Gelenkstellung), wodurch ein Gleichgewicht bzw. eine gezielte Stimulierung oder Entspannung zwischen den einzelnen Muskelgruppen entsteht. Zusätzlich werden hierdurch schmerzdämpfende Nervensysteme auf Rückenmarksebene aktiviert und die Zirkulation sowie der Abfluss des lymphatischen Systems verbessert.

Zu den Anwendungsgebieten gehören Muskelverspannungen, Wirbelsäulenbeschwerden (z.B. Hexenschuss, Nackenschmerzen), Muskel- und Sehnenansatzreizungen (z.B. Achillessehne, Kniescheibensehne, Tennisellbogen), Gelenkarthrosen und Lymphödeme.

Die Tapes verbleiben in der Regel 3 – 7 Tage und werden dann je nach Bedarf mehrfach gewechselt. Durch die angelegten Tapes entstehen z.B. beim Sport, Duschen, Schwimmen und Sauna keine Einschränkungen im Alltag.